3D-Drucker

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wodga
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Re: 3D-Drucker

Beitrag von wodga » 10.03.2018 11:47

Hallo Anja,
wir haben hier ja schon einige Jahre Erfahrung mit 3D-Druckern und haben hinsichtlich des 3D-Drucks in der Schule kürzlich folgene Empfehlung verfasst:
Derzeit geht im Schulbereich am FDM-Verfahren kein Weg vorbei. Dabei
wird ein Kunststofffaden thermisch aufgeschmolzen und auf das Druckbett
aufgebracht. Andere Verfahren sind momentan noch zu teuer und z. T.
gesundheitlich bedenklich.

- Zuverlässigkeit im Langzeitbetrieb: Zumeist werden mehrere
Schülerarbeiten gleichzeitig über Nacht gedruckt. Scheitert der Druck,
kostet das die Lehrkraft viel Zeit
- Zeitnaher Support: Oft sind die 3D-Druck-Themen zeitlich begrenzt, so
dass es erforderlich ist die Drucke zeitnah zu erzeugen und an die
Schüler auszugeben. Muss bei einer Fehlfunktion das Gerät erst
umständlich eingeschickt werden ist dies nicht möglich.
- Verwendbarkeit herstellerunabhängiger, für unterschiedliche Zwecke
geeignete Filamente

Die fünf Drucker die bisher für die Münchner Mittelschulen angeschafft
wurden sind vom Typ "Makerbot 5fth generation". Grundsätzlich hat dieser
Typ den Vorteil, dass die Drucker fertig vormontiert kommen und eine
einfach zu bedienende Software besitzen. Nachteile sind der schlechte
Support, die Unzuverlässigkeit beim Ausdruck, die mangelhafte Haftung
aufgrund des nicht beheizbaren Druckbettes, die fehlerbehaftete
proprietäre Software, die fehlende Eignung mit multiplen Filamente usw.

Momentan ist der Markt für 3D-Drucker heftig in Bewegung und unzählige
Hersteller buhlen um die Gunst des Käufers.
Neue Geräte beherrschen das Drucken mit 2 Filamenten gleichzeitig. Damit
lassen sich z. B. eine Felge und ein Gummireifen oder ein filigranes
Objekt mit auswaschbarer Stützstruktur gleichzeitig drucken. Diese
Technik beherrscht - geht es nach aktuellen Tests - im
semiprofessionellen Bereich bisher nur einer zuverlässig: Ultimaker 3.
Dieser Drucker zeichnet sich dadurch aus, dass er neben der genannten
Eigenschaft, ein beheizbares Druckbett besitzt, unterschiedliche
Filamente entgegennimmt (herstellerunabhängig, auswaschbar, elastisch,
nylon etc.), mit frei verfügbarer, betriebssystemunabhängiger software
läuft (z. B. cura). Nachteil ist der derzeit doch recht hohe Preis von
ca. 3500 EUR. Wenn man jedoch für eine Schule so ein Gerät anschafft,
sollte man unserer Meinung nach - wegen oben genannter Gründe - nicht am
falschen Ort sparen.

Ich hoffe das hilft dir etwas bei der Entscheidungsfindung. Ansonsten gibt es natürlich unzählige Webseiten, die sich mit dem Thema befassen. Eine erste Anlaufstelle ist jedoch www.heise.de/make/

Anja V L
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Re: 3D-Drucker

Beitrag von Anja V L » 16.03.2018 16:49

Vielen Dank! Der Ultimaker wurde mir ebenfalls aus den von dir genannten Gründen empfohlen.

Wie und ob das fianziell umsetzbar ist, werde ich wohl abwarten müssen. Ansonsten hatte ich eventuell auch an einen Bausatz gedacht um so ein günstiges Einsteigermodell zu erhalten. Wobei es hier auch extreme Unterschiede in den Bewertungen gibt.

Macht ihr in München vielleicht in diesem Schuljahr nochmal eine Fortbildung bezüglich 3D Druck? Vielleicht ganzztägig, dann rentiert sich die Fahrt ;-) und man könnte auch die Didaktik thematisieren.

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Re: 3D-Drucker

Beitrag von wodga » 16.03.2018 17:28

Hallo Anja,
ich kann ja mal mit den Kollegen reden, ob wir auch dieses Jahr eine Fortbildung dazu machen. Letztes Jahr waren unsere beiden ganztägigen Fortbildungen jedenfalls gut besucht und es war ein interessanter Austausch.
Vom Bausatz würde ich dir eher abraten, es sei denn du hast sehr viel Zeit. Unser Freund rauhalati hier im Forum weiß ein Lied davon zu singen, wie anspruchsvoll solche Bausätze sind ...

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Re: 3D-Drucker

Beitrag von Anja V L » 28.03.2018 11:20

Hallo wodga,

wenn ihr wieder eine Fobi macht, würde mich das sehr freuen! Vielleicht kannst du die Ausschreibung ja auch kurz hier posten?

Dass ich für den Bausatz Zeit brauche ist mir bekannt. Wenn dann wird dies ein Sommerferien-Projekt zur Bespaßung für mich.

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Re: 3D-Drucker

Beitrag von wodga » 18.05.2018 08:07

Hallo Anja,
leider bekamen wir für dieses Schuljahr keine Genehmigung mehr für eine 3D-Druck-Fortbildung, erst wieder im nächsten Schuljahr :-(

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Re: 3D-Drucker

Beitrag von NrNine » 19.05.2018 01:27

Servus,
Haben uns im FabLab einen Ultimaker 2+ und bis auf ein paar Problemchen läuft der jetzt seit zwei Jahren.

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Re: 3D-Drucker

Beitrag von nightwash » 13.07.2018 22:41

Hallo,

wir haben letztes Jahr einen Ultimaker 2+ angeschafft. Gekauft habe ich ihn online bei https://www.igo3d.com. Sie bieten Prozente bei einem Kauf für eine Schule und haben einen guten telefonischen Support bei Fragen zu Filamenten oder anderen Problemen.
Bisher haben wir im Rahmen einer AG 1-stündig in der 9. Klasse mit dem Drucker gearbeitet und verschiedene Materialien getestet.
Der Ultimaker ist gut zu pflegen und arbeitet sehr leise. Er arbeitet relativ schnell und kann mit verschiedenen Düsen bestückt werden. Außerdem hat er ein beheizbares Druckbett, welches ein verziehen des Werkstückes meistens verhindert. TPU und PLA Filament lässt sich sehr gut im Unterricht verarbeiten, da keine Gase entstehen.

Gruß

Martin

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Re: 3D-Drucker

Beitrag von wodga » 17.07.2018 21:15

Hi nightwash,

seit heute gibt es diesen Drucker auch im Münchner Hardwarewarenkorb, die gleiche Firma zeichnet für den Support verantwortlich.

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